builderall

Preiserhöhung in der Podologischen Praxis: Warum und wie?


Hallo Freunde der Füße! Heute sprechen wir über ein Thema, das viele Podologen beschäftigt: Preiserhöhungen in der Praxis. Ja, ihr habt richtig gehört! Es ist eine Herausforderung, die Balance zwischen Patientenbindung und wirtschaftlicher Stabilität zu halten. Doch eine gut geplante Preiserhöhung kann nicht nur eure Existenz sichern, sondern auch die Qualität eurer Leistungen garantieren.


Warum sind Preiserhöhungen notwendig?


Als selbstständige Podologen habt ihr keinen Chef, der euch am Monatsende ein Gehalt überweist. Alle Einnahmen müsst ihr selbst erwirtschaften ? für eure Praxis, eure privaten Ausgaben und für zukünftige Investitionen.


Herausforderungen:


Ohne regelmäßige Preisanpassungen kann es passieren, dass die Praxis unrentabel wird ? mit fatalen Folgen für euch und eure Patienten.


Die richtige Kalkulation: So geht?s


Eine fundierte Preiskalkulation ist das A und O für eine erfolgreiche Preiserhöhung. Hier eine einfache Anleitung:


  1. Fixkosten ermitteln:
  2. Praxisbezogene Kosten (Miete, Verbrauchsmaterial, Gerätewartung usw.).
  3. Private Kosten (Lebenshaltung, Altersvorsorge, Freizeit usw.).
  4. Kosten pro Monat berechnen:
  5. Addiert alle Fixkosten und ermittelt einen Monatswert.
  6. Durch Arbeitstage teilen:
  7. Geh von ca. 20 Arbeitstagen im Monat aus, um die notwendigen Einnahmen pro Tag zu berechnen.
  8. Patientenzahl pro Tag einbeziehen:

7.Gewinn und Puffer einplanen:


Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Preiserhöhung?

Viele Praxisinhaber wählen den Jahreswechsel, da Kunden in dieser Zeit an Preisanpassungen gewöhnt sind. Alternativ bietet sich auch der Zeitpunkt einer Praxisübernahme oder Renovierung an. Eine optische Veränderung schafft oft Akzeptanz für neue Preise.


Mit Einwänden umgehen

Natürlich wird es Patienten geben, die auf eine Preiserhöhung reagieren. Doch hier einige Argumente, die euch helfen:

Kostensteigerungen: Erklärt, dass auch für euch Material- und Fixkosten gestiegen sind.


Qualität sichern: Höhere Preise ermöglichen es euch, weiterhin hochwertige Leistungen anzubieten.


Marktvergleich: Ihr orientiert euch nicht am Nachbarn, sondern an euren realen Kosten und Anforderungen.


Tipps für die Umsetzung


Kommunikation ist entscheidend: Informiert eure Patienten rechtzeitig, z. B. mit einem Aushang oder einem Newsletter.


Optische Veränderung: Eine kleine Renovierung oder neue Ausstattung signalisiert, dass sich die Praxis weiterentwickelt.


Regelmäßigkeit schafft Routine: Passt eure Preise jährlich oder alle zwei Jahre an, um große Sprünge zu vermeiden.


Fazit

Eine Preiserhöhung ist kein Akt der Gier, sondern ein notwendiger Schritt, um eure Praxis am Laufen zu halten und eure Patienten langfristig gut versorgen zu können. Setzt euch hin, kalkuliert sorgfältig und steht zu eurem Wert als Podologe.


Denn eins ist sicher: Niemand kann vom Mutter Teresa sein, den Strom bezahlen!