Heute sprechen wir über ein Thema, das viele betrifft, aber nur wenige offen ansprechen: Schweißfüße, auch bekannt als "Käsefüße" oder "Stinkezehen". Es gibt zahlreiche Namen für dieses Problem, doch das, was wirklich stört, ist oft der unangenehme Geruch, der aus den Schuhen dringt. Doch warum riechen unsere Füße manchmal so stark, und was können wir dagegen tun?
Ursachen von Schweißfüßen
Unsere Fußsohlen besitzen etwa 180.000 Schweißdrüsen ? mehr als jede andere Körperregion. Der Schweiß selbst ist eigentlich geruchlos und besteht größtenteils aus Wasser, Aminosäuren und einem kleinen Anteil an Harnstoff und Milchsäure. Dieser Schweiß dient als natürliches Kühlsystem des Körpers. Doch an den Füßen kommt es häufig vor, dass Bakterien den Schweiß zersetzen und dabei Milchsäure entsteht. Dies führt schließlich zu dem typischen, unangenehmen Geruch.
Menschen mit übermäßiger Schweißproduktion leiden möglicherweise an Hyperhidrose, einer medizinischen Erkrankung. In schwereren Fällen mit extremer Geruchs Entwicklung spricht man von Bromhidrosis, bei der der Schweiß unmittelbar nach dem Austritt stark zu riechen beginnt, selbst wenn man die Füße frisch gewaschen hat. Diese Menschen sind oft in der Gesellschaft isoliert, da der Geruch immer präsent ist.
Behandlung von Schweißfüßen
Obwohl man den Schweißfluss an sich nur schwer vollständig unter Kontrolle bringen kann, gibt es verschiedene Methoden, um den unangenehmen Geruch zu reduzieren und die Füße trocken zu halten:
Fußbäder: Fußbäder mit Salbei oder Eichenrinde wirken adstringierend und reduzieren den Schweißfluss. Wichtig ist, diese Behandlung regelmäßig, etwa alle drei bis vier Tage, durchzuführen. Auch Kaliumpermanganat-Fußbäder aus der Apotheke können helfen, wobei diese die Füße allerdings lila färben.
Fußpuder: Puder, die die Füße trocken halten sollen, sind nicht immer empfehlenswert. Kommt es zu Schweißbildung, verklumpt das Puder oft und kann zu Druckstellen in den Socken führen.
Fußpflegeprodukte: Cremes sollten sorgfältig gewählt werden. Fettige Cremes verstärken das Problem oft, da sie die Verdunstung des Schweißes blockieren. Empfehlenswert sind spezielle Produkte wie Allpresan Fußschaum 5, der bei regelmäßiger Anwendung in etwa zwei Monaten eine deutliche Besserung bewirken kann.
Iontophorese gegen Fußschweiß: die Leitungswasseriontophorese ist ein Gleichstrom verfahren das die Nerven an den Schweißdrüsen stimuliert und beruhigen soll. Mehrere Anwendungen sin nötig um ein Ergebnis zu erzielen.
Vorbeugung von Schweißfüßen
Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Schweißfüßen ist die Reduktion der Bakterien, die für den unangenehmen Geruch verantwortlich sind. Hier einige Tipps, wie man den Geruch in den Griff bekommen kann:
Offene oder atmungsaktive Schuhe tragen: So kann der Schweiß verdunsten, und die Füße bleiben trocken.
Mehrmals täglich Socken wechseln: Baumwoll-, Bambus-,Merinowollsocken bei mindestens 60 Grad gewaschen werden können, sind ideal.
Regelmäßige Fußpflege: Das Entfernen von aufgeweichter Haut ist essenziell, da sich Bakterien hier besonders wohlfühlen. Bei einem Befall mit Corynebakterien kann ein Hautbild entstehen das aussieht als ob Löcher in die Hornhaut gefressen wurden, der Fachbegriff hierfür lautet Keratoma Sulcatum. Falls sie den Verdacht haben daran zu leiden, lassen Sie sich am besten von einem Podologen oder Arzt beraten.
Schuhpflege: Schuhe sollten gut ausgelüftet werden. Tragen Sie ein Paar Schuhe nie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, damit sie vollständig trocknen können. Sie können auch Natron in die Schuhe streuen, um den Geruch zu neutralisieren. Säckchen mit Silikatgranulat können helfen den Geruch und Schweiß zu binden.
Hausmittel gegen Schweißfüße
Im Internet kursieren zahlreiche Hausmittel gegen Schweißfüße. Ob sie wirken, sei dahingestellt, aber hier einige kuriose Tipps:
Babycreme oder Zinkcreme: Über Nacht auf die Füße aufgetragen und am nächsten Tag abgewaschen, soll helfen.
Essig: Manche schwören auf Essig, doch der Geruch könnte die Situation verschlimmern.
Listerine Mundwasser: Überraschenderweise wird Listerine nicht nur für den Mund, sondern auch gegen Schweißfüße verwendet.
Katzenstreu in den Schuhen: Dies soll Feuchtigkeit aufsaugen und die Schuhe trocken schneller.
??????Fazit
Schweißfüße sind zwar unangenehm, aber mit den richtigen Maßnahmen und Pflegeprodukten können sie effektiv behandelt und vorgebeugt werden. Regelmäßige Fußpflege, atmungsaktive Schuhe und die richtigen Mittel können bereits einen großen Unterschied machen. Wenn Sie Ihre Schweißfüße in den Griff bekommen haben.
Bleiben Sie dran für weitere Tipps und Tricks zur Fußpflege.