Preisgestaltung in der Praxis
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Preisgestaltung in der Praxis: Warum viele Podologinnen zu günstig arbeiten
Viele Praxisinhaberinnen arbeiten den ganzen Tag, haben einen vollen Kalender und trotzdem bleibt am Monatsende weniger übrig, als es sollte. Häufig liegt das Problem nicht an zu wenig Arbeit, sondern an einer Preisgestaltung, die nie richtig berechnet wurde.
Warum Preisgestaltung in der Praxis so schwer ist
Über Geld zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer. Besonders im Gesundheitsbereich. Viele Podologinnen und Fußpflegerinnen möchten helfen, niemanden abschrecken und keine Patientinnen oder Patienten verlieren.
Das ist menschlich absolut verständlich. Aber eine Praxis ist nicht nur ein Ort der Hilfe. Sie ist auch ein Unternehmen. Und ein Unternehmen muss wirtschaftlich funktionieren, damit es langfristig bestehen kann.
Wenn Preise zu niedrig angesetzt werden, hat das Folgen:
- Die Praxis arbeitet dauerhaft am Limit.
- Rücklagen fehlen.
- Fortbildungen werden schwieriger finanzierbar.
- Investitionen in Geräte, Instrumente oder Hygiene werden belastend.
- Die eigene Arbeitszeit wird nicht ausreichend wertgeschätzt.
- Es entsteht Druck, immer mehr Termine anzunehmen.
Am Ende zahlt nicht nur die Praxis den Preis, sondern auch die Person, die jeden Tag darin arbeitet.
Der häufigste Fehler: Preise nach Gefühl festlegen
Viele Praxisinhaberinnen schauen bei der Preisgestaltung zuerst darauf, was andere Praxen nehmen. Oder sie überlegen: „Was sind meine Patientinnen und Patienten bereit zu zahlen?“
Das Problem daran: Andere Praxen haben andere Kosten, andere Räume, andere Arbeitszeiten, andere Auslastung und vielleicht auch ein ganz anderes Leistungsangebot.
Ein Preis, der für eine andere Praxis funktioniert, muss für deine Praxis noch lange nicht passen.
Deine Preisgestaltung sollte nicht auf Vergleich, Angst oder Bauchgefühl beruhen. Sie sollte auf deinen echten Zahlen basieren.
Was in eine gute Preiskalkulation gehört
Ein wirtschaftlicher Preis besteht nicht nur aus der sichtbaren Behandlungszeit. Viele Kosten und Aufgaben laufen im Hintergrund und müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden.
Zur Preisgestaltung in der Praxis gehören unter anderem:
- deine Arbeitszeit
- Vor- und Nachbereitung
- Materialkosten
- Instrumentenaufbereitung
- Raumkosten
- Versicherungen
- Fortbildungen
- Geräte und deren Abschreibung
- Ausfallzeiten
- Leerzeiten
- Verwaltungsaufwand
- dein Unternehmerlohn
- Rücklagen und Gewinn
Genau hier entsteht oft der Denkfehler: Viele berechnen nur die Behandlungszeit, aber nicht den gesamten Praxisalltag.
Eine Behandlung dauert nicht nur 30 oder 45 Minuten. Dahinter stehen viele unsichtbare Kosten und Aufgaben, die bezahlt werden müssen.
Warum günstige Preise nicht automatisch fair sind
Viele denken: „Ich möchte fair bleiben, also darf ich nicht zu teuer sein.“
Aber fair bedeutet nicht billig. Fair bedeutet, dass deine Patientinnen und Patienten eine gute Leistung erhalten und dass du als Praxisinhaberin davon leben kannst.
Wenn du fachlich gut arbeitest, Verantwortung übernimmst, dich fortbildest, hygienisch korrekt arbeitest und deine Praxis professionell führst, darf sich das auch in deinem Preis widerspiegeln.
Ein zu niedriger Preis wirkt vielleicht im ersten Moment kundenfreundlich. Langfristig kann er aber dazu führen, dass du dich überarbeitest, deine Qualität leidet oder deine Praxis wirtschaftlich unter Druck gerät.
Preisgestaltung ist auch Selbstschutz
Eine klare Preiskalkulation gibt Sicherheit. Du weißt dann nicht nur, was du verlangen möchtest, sondern auch, warum dieser Preis notwendig ist.
Das macht Gespräche mit Patientinnen und Patienten deutlich leichter. Denn wenn du deinen Preis selbst verstehst, kannst du ihn auch ruhiger vertreten.
Du musst dich nicht rechtfertigen. Du weißt: Dieser Preis ist berechnet, notwendig und sorgt dafür, dass meine Praxis bestehen kann.
Ausfälle und Leerzeiten richtig mitberechnen
Ein Punkt, der häufig vergessen wird, sind Ausfälle. Nicht jede Arbeitsstunde ist automatisch eine bezahlte Behandlungsstunde.
Es gibt Terminlücken, Absagen, Verwaltungszeit, Krankheit, Urlaub, Fortbildungen und organisatorische Aufgaben. Wenn du deine Preise nur auf Basis deiner theoretischen Arbeitszeit berechnest, kann das Ergebnis schnell zu niedrig sein.
Wichtige Fragen für deine Kalkulation:
- Wie viele Stunden arbeitest du wirklich am Patienten?
- Wie viele Stunden sind nicht direkt abrechenbar?
- Wie hoch ist deine tatsächliche Auslastung?
- Wie viel muss eine Behandlungsstunde erwirtschaften?
Diese Fragen sind entscheidend, wenn deine Praxis nicht nur voll, sondern auch wirtschaftlich gesund sein soll.
Nicht jede Leistung muss gleich kalkuliert werden
In der Praxis gibt es viele Leistungen, die unterschiedlich bewertet werden müssen. Nicht jede Leistung hat denselben Aufwand, dieselben Kosten oder dieselbe Verantwortung.
Dazu gehören zum Beispiel:
- podologische Behandlungen
- Fußpflegeleistungen
- Spangenbehandlungen
- Add-ons
- Zusatzleistungen
- Materialleistungen
- Kassenleistungen
- private Leistungen
Deshalb ist es sinnvoll, Preise differenziert zu betrachten und nicht alles pauschal nach Gefühl festzulegen.
Warum viele Praxen Angst vor höheren Preisen haben
Die Angst vor Preisänderungen ist oft groß. Viele fragen sich: „Was ist, wenn Patientinnen und Patienten gehen?“ oder „Was ist, wenn jemand sagt, ich bin zu teuer?“
Diese Gedanken sind normal. Aber die wichtigere Frage ist: Was passiert, wenn du deine Preise nicht anpasst?
Wenn eine Praxis dauerhaft zu günstig arbeitet, entsteht ein stiller wirtschaftlicher Druck. Man merkt ihn oft erst spät, wenn Rücklagen fehlen, Investitionen verschoben werden oder man immer mehr arbeiten muss, um auf denselben Betrag zu kommen.
Eine gute Preisgestaltung bedeutet nicht, wahllos teurer zu werden. Sie bedeutet, bewusst und nachvollziehbar zu kalkulieren.
Der Kurs „Preisgestaltung in der Praxis“
Genau dafür habe ich den Onlinekurs „Preisgestaltung in der Praxis“ erstellt.
Der Kurs richtet sich an Podologinnen, Fußpflegerinnen und Praxisinhaberinnen, die ihre Preise nicht mehr aus dem Bauch heraus festlegen möchten.
Ziel des Kurses ist, dass du deinen eigenen Preis für deine Praxis berechnen kannst – passend zu deinen Kosten, deiner Arbeitszeit, deiner Auslastung und deinem Praxisalltag.
Im Kurs geht es unter anderem um:
- Arbeitszeit realistisch berechnen
- Ausfallzeiten berücksichtigen
- Kosten vollständig erfassen
- Mindestpreis pro Behandlung kalkulieren
- Gewinn und Unternehmerlohn einplanen
- Add-ons und Zusatzleistungen sinnvoll bewerten
- Spangen und besondere Leistungen kalkulieren
- Kassenleistungen und private Leistungen besser einordnen
- Preise souveräner vertreten
Du bekommst damit keine allgemeine Theorie, sondern eine praktische Grundlage für deine eigene Praxis.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs ist besonders geeignet für dich, wenn du:
- eine podologische Praxis führst
- als Fußpflegerin selbstständig bist
- deine Preise bisher eher nach Gefühl festgelegt hast
- unsicher bist, ob deine Preise wirtschaftlich tragfähig sind
- wissen möchtest, was eine Behandlung wirklich kosten muss
- deine Preise klarer und selbstbewusster vertreten möchtest
- langfristig ruhiger und wirtschaftlich stabiler arbeiten willst
Gerade wenn dein Kalender voll ist, aber sich dein Konto trotzdem nicht so anfühlt, wie es sollte, lohnt sich ein genauer Blick auf deine Preisgestaltung.
Berechne deine Preise nicht länger nach Bauchgefühl
Im Onlinekurs „Preisgestaltung in der Praxis“ lernst du, deine Preise nachvollziehbar, wirtschaftlich und passend zu deiner Praxis zu berechnen.
Zum Kurs „Preisgestaltung in der Praxis“Fazit: Deine Arbeit braucht einen Preis, der trägt
Preisgestaltung ist kein unangenehmes Nebenthema. Sie ist ein wichtiger Teil deiner Praxisführung.
Deine Preise entscheiden mit darüber, ob deine Praxis langfristig stabil bleibt, ob du investieren kannst, ob du Rücklagen bilden kannst und ob du deine Arbeit mit Freude weiterführen kannst.
Du bist nicht zu teuer, wenn du wirtschaftlich kalkulierst. Du bist professionell.
Wenn du deine Preise endlich klar berechnen möchtest, ist der Onlinekurs „Preisgestaltung in der Praxis“ genau dafür gemacht.
Häufige Fragen zum Kurs „Preisgestaltung in der Praxis“
Für wen ist der Kurs „Preisgestaltung in der Praxis“ geeignet?
Der Kurs eignet sich für Podologinnen, Fußpflegerinnen und Praxisinhaberinnen, die ihre Preise klarer, sicherer und wirtschaftlicher berechnen möchten. Besonders hilfreich ist er, wenn du deine Preise bisher eher nach Gefühl oder im Vergleich mit anderen Praxen festgelegt hast.
Brauche ich betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse?
Nein. Der Kurs ist so aufgebaut, dass du auch ohne betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse nachvollziehen kannst, welche Kosten wichtig sind und wie du deine Preise Schritt für Schritt berechnest.
Hilft mir der Kurs auch, wenn ich bereits eine gut laufende Praxis habe?
Ja. Gerade bei gut ausgelasteten Praxen lohnt sich ein genauer Blick auf die Preisgestaltung. Ein voller Kalender bedeutet nicht automatisch, dass die Praxis wirtschaftlich gesund arbeitet.
Geht es im Kurs nur um podologische Behandlungen?
Nein. Der Kurs hilft dir dabei, verschiedene Leistungen in deiner Praxis besser einzuordnen. Dazu gehören zum Beispiel Behandlungszeiten, Zusatzleistungen, Materialaufwand, besondere Leistungen und der Unterschied zwischen Kassenleistungen und privaten Leistungen.
Kann ich mit dem Kurs meine eigenen Preise berechnen?
Ja. Das Ziel des Kurses ist, dass du deine eigenen Praxiszahlen besser verstehst und daraus Preise ableiten kannst, die zu deiner Praxis, deinen Kosten und deiner Arbeitszeit passen.
Was ist, wenn ich Angst habe, meine Preise zu erhöhen?
Diese Angst ist sehr normal. Der Kurs soll dir helfen, deine Preise nicht aus Unsicherheit, sondern aus einer klaren Kalkulation heraus zu betrachten. Wenn du weißt, warum ein Preis notwendig ist, kannst du ihn auch souveräner vertreten.
Ist der Kurs auch für Gründerinnen geeignet?
Ja. Wenn du gerade gründest oder deine Praxis neu ausrichtest, kann dir der Kurs helfen, von Anfang an mit realistischen Preisen zu starten und typische Kalkulationsfehler zu vermeiden.
Warum sollte ich meine Preise überhaupt berechnen?
Weil deine Preise darüber entscheiden, ob deine Praxis langfristig wirtschaftlich arbeiten kann. Eine gute Kalkulation berücksichtigt nicht nur die Behandlungszeit, sondern auch Kosten, Ausfälle, Verwaltungsaufwand, Fortbildungen, Rücklagen und deinen Unternehmerlohn.
Starte jetzt mit deiner klaren Preisgestaltung
Lerne, deine Praxispreise nachvollziehbar zu kalkulieren und sicherer zu vertreten.
Jetzt Kurs ansehenHinweis: Der Kurs ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung, sondern hilft dir bei der praktischen und wirtschaftlichen Orientierung deiner Praxispreise. Du hast Lebenslangen zugriff nach dem Kauf.